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Standardleistungsverzeichnis

Abfall- und Wertstoffbehälter (AWB) aus Kunststoff

 

0.0 Präambel
Dieses Standardleistungsverzeichnis gliedert sich in:

1. RAL-Gütesicherung
2. Technische Basisanforderungen nach DIN EN 840
3. Technische Zusatzanforderungen
4. Nicht-technische Anforderungen
5. Auftragsbezogene Daten
6. Gewährleistung
7. Preisgleitklausel
8. Auswahlkriterien

 

1.0 RAL-Gütesicherung

Die Anforderungen der RAL-Gütesicherung sind in den Güte- und Prüfbestimmungen der RAL-GZ 951/1 für Abfall- und Wertstoffbehälter aus Kunststoff festgelegt (siehe auch www.ggawb.de).
Die Einhaltung der technischen Anforderungen und der neutralen Produktionsüberwachung muss durch die entsprechende Verleihungsurkunde der GGAWB nachgewiesen werden.

Es werden auch gleichwertige Gütesicherungen anerkannt. Die Gleichwertigkeit ist dann gegeben, wenn die Anforderungen gemäß Checkliste (Einzeldokument in Anlage) vollumfänglich erfüllt werden.

Gleichwertigkeitsnachweis zum RAL-Gütezeichen
nach RAL-GZ 951/1
 

Sofern der Anbieter für die anzubietenden Produkte nicht über ein RAL-Gütezeichen verfügt, hat der Anbieter zur Gewährleistung von Chancengleichheit aller Anbieter und von Transparenz Dokumentationen und Nachweise gemäß der nachfolgenden Checkliste seinen Angebotsunterlagen beizufügen.
Werden die angeforderten Nachweise nicht vollständig mit dem Angebot eingereicht, kann eine Gleichwertigkeit nicht festgestellt werden mit der Folge eines zwingenden Ausschlusses des Angebotes.

Die Checkliste muss für jeden Auftrag und hier für jeden Werkzeugsatz je Volumengröße neu ausgefüllt und mit den entsprechenden Unterlagen komplettiert werden. Die vorzulegenden Dokumente dürfen nicht älter als max.12 Monate sein.

 


Checkliste
Übersicht der erforderlichen Dokumente zur Erreichung der Gleichwertigkeit des
RAL-Gütezeichens nach: RAL-GZ 951/1

 

1. Zertifikat und Prüfzeugnis zum Nachweis der bestandenen Prüfungen nach DIN EN 840, mit Angabe der Prüfnormen sowie Ausgabedatum
2. Akkreditierungsurkunde des Prüfinstitutes nach ISO/IEC 17025
- mit Angabe der zulässigen Prüfnormen DIN EN 840 und Gültigkeitsdatum
3. Prüfbericht zum Nachweis der bestandenen Prüfungen nach Mark NF, mit Angabe der Prüfnormen sowie Ausgabedatum
4. Eigenbescheinigung des Herstellers zur Einhaltung der mitgeltenden Normen gemäß RAL-GZ 951/1
5. Eigenbescheinigung des CE-Zeichens nach 2000/14/EG durch den
Hersteller
6. Prüfbericht zum Nachweis des GS-Zeichens durch eine anerkannte Vergabestelle, mit Angabe der Richtlinien.
7. Akkreditierungsurkunde des Prüfinstitutes
- mit Angabe der zulässigen Prüfanforderungen GS-Zeichen und Gültigkeitsdatum
8. Prüfbericht zum Nachweis der bestandenen Zusatzprüfungen nach RAL-GZ 951/1
- mit Angabe der aktuellen Prüfvorgaben sowie Ausgabedatum
9. Überwachungsvertrag mit einem akkreditierten Prüfinstitut zur Einhaltung der Prüfvorgaben nach RAL-GZ 951/1
10. Prüfbericht der letzten bestandenen Überwachungsprüfung, die das akkreditierte Prüfinstitut gemäß Überwachungsvertrag durchgeführt hat. Der Prüfbericht darf nicht älter als max.12 Monate sein. Der Prüfbericht enthält die Testergebnisse der im Prüfinstitut durchgeführten AWB-Prüfungen sowie die Ergebnisse der Kontrollprüfung der dokumentierten Eigenüberwachung des Herstellers.
11. Die Eigenüberwachung für die im Auftrag spezifizierte Produktion muss gemäß den Prüfvorgaben der RAL GZ 951/1 durchgeführt und dokumentiert werden. Nach Aufforderung durch den Auftraggeber müssen diese Prüfdokumentationen dem Auftraggeber vorgelegt werden.

 

Die Zusatzanforderungen 10 und 11 sollen sicherstellen, dass die auftragsbezogene, zeitlich begrenzte Produktionsüberwachung mit der permanenten RAL-GZ
Produktionsüberwachung gleichwertig zu setzen ist



Die nachfolgenden Anforderungen zu 1. - 3. sind Auszüge aus den vorgenannten
RAL-Gütesicherungen, auf die im folgenden noch einmal besonders hingewiesen
wird:

 

1.1 Gütezeichen
Die zu liefernden AWB haben das RAL-GZ eingeprägt auf Rumpf und Deckel.

 

 

 

 

1.2 Die AWB müssen unterhalb der Frontaufnahme eine Datenträger-/Transponder-aufnahme besitzen, die aufgrund der Anforderungen der RAL-GZ 951/1 (inkl. aktuelle Verfahrensanweisungen) auf Ausfallfestigkeit geprüft wurde.

 

1.3 Zusätzlich zu den Anforderungen der DIN EN 840 müssen die AWB nach folgenden Kriterien geprüft sein:

 

  • Deckeltest
  • Behälter – Falltest
  • Warmlagerung (Alterungstest für Kunststoffe)
  • Dehnwinkelprüfung der Schüttungsaufnahme
  • Festigkeit des Transponderadapters im Chipnest
  • Position des Chipnestes
  • sowie  der  in  der  RAL-GZ  951/1  beschriebenen  Anhebung  der  Testanforderungen der EN 840
  • Mitgeltende Normen müssen erfüllt werden:
    • DIN EN 15132 Abfallbehälterschränke
    • DIN EN 14803 Elektronische Identifizierung von Abfallsammelbehältern durch Transpondertechnologie

 

2.0 Technische Basisanforderungen nach DIN EN 840
Die Erfüllung der Maß- und Prüfanforderungen der DIN EN 840 werden durch die
Verleihungsurkunde der GGAWB automatisch garantiert. Gleichwertige Zertifikate
müssen gesondert vorgelegt werden.


Die  nachfolgenden  Anforderungen  sind  Auszüge  aus  der  vorgenannten  DIN  EN 840, auf die im folgenden noch einmal besonders hingewiesen wird:

 

2.1 Griffe
Die Griffausführung am Behälter muss ein sicheres und verletzungsfreies Fassen des AWB ermöglichen (entsprechend Ziff.4 der DIN EN 840-6, Ziff.5.4 der DIN EN 840-2 und DIN EN 840-3).

 

2.2 Die Behälter müssen sichtbar  und  gut  lesbar  auf  dem  Rumpf  nach  DIN  EN  840 gekennzeichnet sein:

  • Hersteller_________________
  • Norm
    2-Rad AWB : EN 840-1
    4-Rad AWB mit Flachdeckel nach EN 840-2: EN 840-2
    4-Rad AWB mit Schiebedeckel nach EN 840-3: EN 840-3
    4-Rad AWB mit Flachdeckel nach EN 840-4: EN 840-4
  • Nennvolumen______________
  • Max. zulässiges Gesamtgewicht (Summe aus max. Nutzlast plus Behältergewicht)
  • Jahr und Monat der Herstellung

 

2.3 Deckel – Flachdeckel
Der Deckel muss über mindestens zwei Scharnierpunkte mit dem Rumpf verbunden sein.

 

2.4 Deckel – Rund-/Schiebedeckel
Der Behälter mit Rund-/Schiebedeckel muss mit einem Sicherheitsdeckel entsprechend DIN EN 840 ausgestattet sein.
Die konstruktive Ausführung des Sicherheitsdeckels muss derart ausgeführt sein, dass die ordnungsgemäße Entleerung des AWB nicht behindert wird.
Im Interesse der Nutzersicherheit werden nur Angebote zugelassen, die eine zertifizierte Lösung des Sicherheitsdeckels nachweisen.
Das Zertifikat ist vorzulegen.
Bei  Vorlage  des  RAL-Gütezeichens  kann  dieses  Zertifikat  entfallen,  da  bereits durch das RAL-GZ abgedeckt.

 

2.5 Material
Die eingefärbte Kunststoffmasse muss wetterbeständig und UV-lichtstabilisiert sein.

 

3.0 Technische Zusatzanforderungen

 

3.1 Frontaufnahme
Die Frontaufnahme muss kompatibel sein zu Schüttungseinrichtungen mit Kammaufnahme entsprechend DIN 30731 und der Normenreihe DIN EN 1501.
Der umlaufende, U-förmige Rand der AWB muss an der Vorderseite (Frontaufnahme) als durchgehender Stufenrand ausgebildet sein. Die Frontaufnahme ist an der Unterseite durch gitternetzartige Rippen zu verstärken. Gleichwertige Konstruktionen werden akzeptiert.

 

3.2 Herstellung und Werkstoff
Der  AWB  ist aus Gründen  der  Formstabilität  nahtlos,  vorzugsweise  im  Kompaktspritzgussverfahren herzustellen. 

 

3.3 Arbeitssicherheit

 

3.3.1 Räder und Rollen
Die fahrbaren 2-Rad AWB sind mit wartungsfreien, vollgummibereiften Rädern auszustatten, die Achsen müssen recyclingfähig und korrosionsgeschützt sein (Standsicherheitsprüfung nach DIN EN 840-5 Pkt.4.8).


Die Laufrollen besitzen wartungsfreie Kunststoffnaben und -felgen und müssen leicht – durch Aufschieben und Verrastung – montierbar sein.


Die 4-Rad AWB müssen ein geeignetes Bremssystem besitzen.

  • 2 facher Radstop (inkl. Drehkranzarretierung) oder
  • Zentralstop (Ausführung bitte angeben).

Das RAL-GZ beinhaltet geprüfte und zertifizierte Räder, Achsen und Rollen.

 

3.3.2 Passfähigkeit zur Kammaufnahme
Die Frontaufnahme muss der Form A nach EN 840-1,-2,-3,-4 bzw. nach RAL-GZ-951/1 entsprechen.
Die  Behälter  müssen  zur  Aufnahme  über  marktübliche  DIN - Kammschüttungen
gemäß DIN 30731 bzw. der Normenreihe DIN EN 1501 geeignet sein.

 

3.3.3 Griffe
Aus Gründen der Arbeitssicherheit sind die Griffe der 4-Rad AWB mit Durchfassgriffen auszustatten.

 

3.3.4 Schiebedeckel 4-Rad AWB
Die Schiebedeckel müssen über eine dreifach Deckelarretierung in geschlossener, halboffener und offener Position verfügen.

 

3.3.5 Sicherheitszeichen
Der Text im Deckel des AWB "Keine heisse Asche einwerfen" kann ersetzt bzw. ergänzt werden durch nachstehendes Piktogramm.

 

 

3.4 Europäische Richtlinie 2000/14/EG – Geräuschemissionen –
Die  Behälter  müssen  nach  den  Schallleistungsbestimmungen für  rollbare  Müllbehälter gekennzeichnet sein.
Das Prüfverfahren umfasst die Messung des Schallleistungspegels:

 

  • Deckel zuschlagen
  • Deckel aufschlagen
  • Fahren des Behälters

Nicht-lärmgedämmte AWB  mit dem Schallleistungspegel   LWA 99 dB und CE
Lärmgedämmte AWB  mit                                          <  LWA 92 dB und  CE

Die  Kennzeichnung  erfolgt  grundsätzlich  auf  dem  Deckel  des  AWB. Kennzeichnungsbeispiel für nicht-lärmgedämmte AWB:




Die für die CE-Konformitätserklärung erforderliche Geräuschmessung muss durch
ein akkreditiertes Prüfinstitut nachgewiesen werden.

 

4.0 Nicht-technische Anforderungen

 

4.1 Bieter werden in personeller und technischer Hinsicht auf ihre Eignung geprüft, insbesondere,  ob  sie  die  zur  Ausführung  des  Auftrages  notwendige  Fachkunde, wirtschaftliche und technische Leistungsfähigkeit - hier insbesondere Betriebsausstattung in personeller und fachlicher Hinsicht - besitzen. Angebote nicht geeigneter Bieter werden ausgeschlossen.

 

4.2 Der Bieter hat dem Angebot folgende Unterlagen beizufügen:

  • Zertifikat nach ISO 9001 ff
  • Bescheinigung der zuständigen Stelle des Mitgliedstaates des Auftragnehmers, aus der hervorgeht, dass der Unternehmer seine Verpflichtung zur Zahlung der Sozialbeiträge,  Steuern  und  Abgaben  nach  den  Rechtsvorschriften  des  Landes, in dem der Unternehmer ansässig ist, erfüllt hat.
  • Nachweis der Mitgliedschaft in einer Berufsgenossenschaft
  • Unbedenklichkeitsbescheinigung der Krankenkasse
  • Vorlage  der  Verleihungsurkunden  der  GGAWB  oder  bei  Gleichwertigkeit  die Werkzeugsatz- / volumenbezogenen Checklisten und die zugehörigen kompletten  Dokumentensätze (s. Vorlage zur Checkliste auf www.ggawb.de). Diese Verpflichtung entfällt insoweit, wie diese Eignungsnachweise Gegenstand einer Präqualifizierung gem. § 97 Abs. 4 a) GWB sind und ein dementsprechendes Zertifikat mit Zertifikatscode eingereicht wird.

 

4.3 Produktion
Dem Auftraggeber muss Gelegenheit gegeben werden, die Produktionsstätte des Bieters  jederzeit  in  Augenschein  zu  nehmen,  insbesondere  um  den  Produktionsstandard und –ablauf kontrollieren zu können. Hierzu hat der Bieter den Produktionsstandort anzugeben.
Der Bieter hat den Nachweis zu erbringen, dass er die AWB, die Gegenstand der Ausschreibung sind, selbst herstellen kann oder teilweise durch einen Dritten herstellen läßt, der die Anforderungen bezüglich der ausgeschriebenen AWB erfüllt.

 

4.4 Benennung von Referenzen durch Referenzliste
Der Anbieter hat aus dem Zeitraum von max. drei Jahren vor Abgabetermin zu der aktuellen Ausschreibung Referenzen vorzulegen, aus denen hervorgeht, dass er mindestens drei Bedarfsfälle im ausgeschriebenen Umfang (bei losweiser Vergabe bezogen auf die jeweiligen Lose) abgearbeitet hat.

 

5.0 Auftragsbezogene Daten

 

5.1 Einführung Jahresausschreibung / Ersatzbedarf beschreiben

 

5.1.1
2 Rad-AWB mit Volumina von  ______ Litern
Liefermenge:
Farbe / Ausführung:

 

Die Angabe der Farben sollte in Anlehnung an RAL GZ 951/1 erfolgen.

 

5.1.2
4 Rad-AWB mit Volumina von  ______ Litern
Liefermenge:
Farbe / Ausführung:


Die Angabe der Farben sollte in Anlehnung an RAL GZ 951/1 erfolgen.

 

5.2 Kennzeichnung
Kennzeichnung zum Beispiel als Heißprägung oder Siebdruck

Kalenderjahr der Produktion
Die Eigentumskennzeichnung im Deckel lautet: ____________________________

 

5.3 Termine
___.___ .201__ Anforderungsfrist der Ausschreibungsunterlagen
___.___ .201__ Ende der Angebotsfrist
___.___ .201__ Ende der Zuschlagsfrist
___.___ .201__ Lieferung der Behälter

 

Die genaue Terminierung erfolgt nach Auftragsvergabe in Abstimmung zwischen Auftraggeber und Auftragnehmer.

 

5.4 Lieferung

Die Entladung des LKW´s erfolgt durch den Auftraggeber


Lieferort
Die Lieferung hat binnen (.....) Kalenderwochen nach schriftlichem Auftragseingang und Klärung aller Details an folgende Adresse zu erfolgen: (Adresse bitte einfügen)

 

5.5 Sonstiges

 

6.0 Gewährleistung
Es gelten die gesetzlichen Gewährleistungsbestimmungen.

 

7.0 Preisanpassungsklausel
Die angebotenen Preise haben Gültigkeit bis zum Ablauf von drei Monaten nach Angebotsabgabe, mindestens jedoch bis zum Ablauf der Bindefrist. Nach diesem Zeitpunkt kann jede Partei eine Anpassung der Angebotspreise nach Maßgabe der nachfolgenden Bestimmungen geltend machen:

 

7.1 Materialkosten-Index für HDPE
Soweit die Parteien nichts einzelvertraglich Abweichendes vereinbart haben, beläuft
sich der Kostenanteil des HDPE zum Zeitpunkt der Angebotsabgabe auf

  • 55 % des Angebotspreises bei 2-Radbehältern
  • 45 % des Angebotspreises bei 4-Radbehältern.

Maßgebend für die Ermittlung einer Veränderung dieser Kosten ist der Index für HDPE, Spritzgussqualität, zu finden auf der WEB-Seite der Gütegemeinschaft Abfall- und Wertstoffbehälter e.V. www.ggawb.de

 

7.2 Erzeugerpreiskosten-Index
Für weitere 15 % der Kosten ist maßgebend der Index der Erzeugerpreise gewerblicher Produkte (Inlandsabsatz), Gruppe Mineralölerzeugnisse, Dieselkraftstoff, Abgabe an Großverbraucher, derzeit lfd. Nr. 175; veröffentlicht vom Statistischen Bundesamt, Fachserie 17, Reihe 2.

 

7.3 Personalkosten-Index
Die Personalkosten betragen zum Zeitpunkt der Angebotsabgabe: 10 % des Angebotspreises bei AWB 2-Rad, 15 % des Angebotspreises bei AWB 4-Rad.
Maßgebend für alle Veränderungen dieser Kostengruppe sind die Vergütungssätze je Monat der Vergütungsgruppe 5 aus dem Bundes-Entgelttarifvertrag für den Bundesverband der deutschen Entsorgungswirtschaft e.V. ( BDE), veröffentlicht vom Statistischen Bundesamt in der amtlichen Online-Tarifdatenbank, Wirtschaftszweig: 370, bundesweit, für die Recycling- und Entsorgungswirtschaft Bundesrepublik Deutschland. Mit dem Monatsverdienst sind alle sonstigen personalbezogenen Aufwendungen (z. B. Urlaub, Urlaubsgeld, Einmalzahlung - auch aufgrund von ausgebliebenen Tariferhöhungen - Jahressonderzahlung, vermögenswirksame Leistungen, tarifliche Arbeitszeitvereinbarungen) ausgeglichen. Ausgangsbasis sind die
jeweils aktuellen Vergütungssätze

 

7.4 Energiekosten
Diese betragen zum Zeitpunkt der Angebotsabgabe 15 % des Angebotspreises.
Maßgebend ist der Erzeugerpreisindex gewerbliche Produkte, Deutschland, Güterverzeichnis GP 2009, elektrischer Strom Sondervertragskunden.

 

7.5 Preisanpassung bei Indexveränderungen
Jede Partei kann eine Anpassung des vereinbarten Vertragspreises verlangen, wenn die Indices nach 7.1 bis 7.4 gegenüber dem Zeitpunkt der Angebotsabgabe oder dem letzten Zeitpunkt einer Anpassung des Vertragspreises eine Veränderung um in Summe mehr als 5 % erfahren haben. Das Anpassungsverlangen kann dann bis zum letzten Werktag eines Monats schriftlich, per Fax oder Mail geltend gemacht werden und gilt sodann für alle Lieferungen, die vertragsgemäß ab dem 01. des übernächsten Monats erfolgen.


Zur Ermittlung der Preisveränderung ist die folgende Formel heranzuziehen:


2 - Rad AWB
pneu= P*0,05 + P* ( 0,55 * m/M + 0,15 * k/K + 0,10*l/L + 0,15* e/E )


4 - Rad AWB
pneu= P*0,1 + P* ( 0,45* m/M + 0,15* k/K + 0,15*l/L + 0,15* e/E)


Hierbei bedeuten:
Pneu:   Neuer Preis nach Preisanpassung
P:       Aktueller Vertragspreis
m:      Materialkostenindex HDPE zum Zeitpunkt des Anpassungsverlangens
M:      Materialkostenindex HDPE zum Zeitpunkt der Angebotsabgabe
k:       Erzeugerpreiskosten-Index zum Zeitpunkt des Anpassungsverlangens
K:       Erzeugerpreiskosten-Index zum Zeitpunkt der Angebotsabgabe
l:        Lohn zum Zeitpunkt der Ausübung des Anpassungsverlangens
L:       Lohn zum Zeitpunkt der Angebotsabgabe bzw. letzten Lohnpreisanpassung
e:       Energiekostenindex zum Zeitpunkt des Anpassungsverlangens
E:       Energiekostenindex zum Zeitpunkt der Angebotsabgabe

 

Erhöhen sich die Kosten des Bieters gegenüber dem Zeitpunkt der Angebotsabgabe oder dem letzten Zeitpunkt einer Anpassung nach dieser Ziffer durch Umstände, auf die der Bieter keinen Einfluss hatte und die er nicht in seine Kalkulation einfließen lassen konnte, insbesondere durch Einführung neuer oder Anpassung bestehender gesetzlicher / behördlicher Abgaben / Gebühren / Steuern, um mehr als 10%, so ist der Bieter berechtigt, von dem Auftraggeber die Aufnahme von Vertragsverhandlungen zum Zwecke der Anpassung der Angebotspreise an die veränderte Kostensituation zu verlangen.

 

8.0 Auswahlkriterien

 

8.1 Ausschlussgründe
Von der Wertung werden zwingend Angebote ausgeschlossen, die die bei der Angebotsabgabe einzureichenden Nachweise / Erklärungen nicht vollständig enthalten. Ein Ausschluss erfolgt weiterhin zwingend dann, wenn der Anbieter angeforderte Unterlagen nicht fristgerecht nachreicht.

 

8.2 Zuschlagskriterien
Der Zuschlag wird auf das unter Berücksichtigung aller Umstände wirtschaftlichste Angebot erteilt. Der niedrigste Angebotspreis allein ist nicht entscheidend (s. § 18 VOL/A und § 21 EG).

 

Auftragsvergaben nach VOL/A (Unterschwelliger Bereich nach § 2 VgV)

 

Folgende Zuschlagskriterien werden in der nachfolgenden Reihenfolge zur Ermittlung des wirtschaftlichsten Angebotes herangezogen:

  • Preis der Leistung (In diesem Zusammenhang wird klarstellend darauf hingewiesen, dass angebotene Skonti nicht preismindernd berücksichtigt werden)
  • Kosten für Ersatzlieferungen
  • Lieferzeit
  • Umweltfreundlichkeit der angebotenen Produkte und Leistungen

 

 

Auftragsvergabe nach EG (Oberschwelliger Bereich nach § 2VgV)


Folgende Zuschlagskriterien werden in der nachfolgenden Reihenfolge zur Ermittlung des wirtschaftlichsten Angebotes herangezogen:

  • Preis der Leistung (Es wird klarstellend darauf hingewiesen, dass angebotene Skonti nicht preismindernd berücksichtigt werden): ____%
  • Kosten für Ersatzteil-/Nachlieferungen:
    Hierzu werden die angebotenen Ersatzteilpreise gemäß beigefügter Ersatzteilpreisliste herangezogen. Gewertet werden die Gesamtkosten einer Frei-Hauslieferung bei einem Netto-Warenwert von mindestens 2.500 Euro:____%
  • Lieferzeit:____%.
  • Umweltfreundlichkeit der angebotenen Produkte und Leistungen:
    davon:
    • Anzahl der geplanten Transporte:____%
    • Einsatz Transportfahrzeuge mit Euro 5:____%

 

  • Anteil Recyclateinsatz bei Neuware gleicher Qualität:
    - 0 % Recyclat:                 ____%
    - bis    20 % Recyclat:      ____%
    - bis    50 % Recyclat:      ____%
    - über  50 % Recyclat:      ____%

 

  • Recyclingfähigkeit der angebotenen Produkte: ____%
    Hierzu sind Angaben zu den einer stofflichen Verwertung zugeführten Bestandteile
    der angebotenen AWB zu machen.

 

 

 
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